Inmitten einer dörflich geprägten Wohnstruktur, an einer ehemaligen Bahnstrecke gelegen, entstand der Neubau des
Unternehmens ARCA-Regler GmbH, der neben ca.1600 qm Produktionsfläche auch einen ca. 500 qm großen Büroteil vereint.
Anstelle der üblichen Gewerbenutzbauten, mit meist preisgünstig erstellter Lagerhalle aus Gasbeton, sollte ein
Baukörper entstehen, der sowohl eine Akzeptanz bei den umliegenden (Wohn) - Nachbarn erhält, als auch durch seine
formale Sprache und ökologische Haltung dem Unternehmen eine Identität verleiht.
Die benötigte Gebäudefläche von ca. 2100 qm wurde als zweigeschossiger Langbau entwickelt , der sich aus der begrünten
Umgebungslandschaft herausmodelliert. Wie ein breites Band windet sich die Fassade in das Gelände.
Im vorderen, gläsernen Bau sind die Büroräume untergebracht, während sich im dahinterliegendem metallischen Baukörper
die Entwicklungs- und Produktionsräume befinden. Die beiden Bauteile sind durch die Treppenhaus- und Sanitärzone
getrennt.
Die Fassade des Verwaltungsbereiches ist als zweischalige Konstruktion entwickelt, wobei die äußere Glashaut mit einem
Bedruckungsgrad von 55 % einen Grossteil der Sonneneinstrahlung zurückhält. Da der Bedruckungsanteil variiert und in
Aughöhe am geringsten ist, wirken die Büroräume äußerst transparent und ermöglichen einen guten Ausblick aus dem
Gebäude. Der Bereich hinter der zweiten Glashaut ist begehbar und ermöglicht ganzjährig einen wettergeschützten
Pausenaufenthalt der Mitarbeiter.
Der Anspruch des Bauherrn, für einen gewerblichen Nutzbau, ressourcenschonende Energiequellen einzusetzen ist
keinesfalls selbstverständlich. Dennoch wird dieser Neubau ausschließlich unter Ausnutzung regenerativer Energien
betrieben. Mittels eines Erdsondenfeldes wird über Geothermie, ohne weitere Energieaufwendung, die gesamte Kälte- und
der größte Teil an Heizleistung für den Neubau bereitgestellt.








